Das MG3 auf Erdziellafette im scharfen Schuss in Südhessen

Das MG3 auf Erdziellafette im scharfen Schuss in Südhessen

Die Kreisgruppe Südhessen führte im Juli erfolgreich das erste Schießen mit MG3 auf Erdziellafette im Rahmen ihres Ausbildungsschwerpunktes für das Jahr 2019 auf der StOSA in Hirschberg durch.

Das Maschinengewehr, obgleich seit seiner flächenmäßigen Einführung ab dem ersten Weltkrieg nicht mehr aus dem Militär weg zu denken und bis heute eines der tragenden Waffensysteme moderner Armeen, ist für südhessische Reservisten eine zuletzt eher selten gesehene Waffe geworden. Das Schießen mit dem MG ist nicht mehr Voraussetzung für den Erwerb der Schützenschnur und die Schulschießen der Kreisgruppe Südhessen im Jahr 2018 mussten sogar gänzlich ohne Maschinengewehre auskommen. In diesem Jahr jedoch wurde das MG3, genauer gesagt das MG3 auf Erdziellafette, in den Ausbildungsfokus genommen, um die Kompetenz der südhessischen Reservisten an diesem Waffensystem gezielt auszubauen.

Dem scharfen Schuss war sorgfältige Vorbereitung voraus gegangen. Bereits auf der ersten Dvag des Jahres, der Handwaffenausbildung in der Kaserne Frankfurt Hausen im Januar 2019, wurde die Handlungssicherheit am MG3 und an der zugehörigen Erdziellafette gezielt geschult. Darauf aufbauend, folgte der simulierte Schuss im AGSHP im Frühjahr in Stadtallendorf, um an die besondere Dynamik eines lafettierten Maschinengewehrs heran zu führen, die nicht jeder Reservist aus seiner aktiven Dienstzeit kannte.

Nun endlich folgte das erste scharfe Schießen für 35 Reservisten. Der Umfang der schießenden Abteilung war bewusst limitiert. Zum einen waren nur Teilnehmer zugelassen, die erfolgreich an den entsprechenden Vorausbildungen teilgenommen hatten. Zudem konnte so am besten ein zügiger aber gleichzeitig sicherer Schießbetrieb gewährleistet werden. Mit zwei MG3 auf Erdziellafetten, an denen sich jeweils ein Schütze bereit machen konnte während das andere MG feuerte, wurde eine Sonderübung (30 Schuss) mit Schützenscheiben auf 200 Metern geschossen.

Die sorgfältige Ausbildung zeigte Wirkung. Zwar ist nicht zu vernachlässigen, dass ein komplexes Waffensystem wie das MG3 auf Erdziellafette häufigere und regelmäßigere Übung für eine uneingeschränkte Handlungssicherheit erfordern würde, als ein Reservist im Normalfall abbilden kann. Das gilt jedoch im Grunde für alle Waffen. Eine besondere Bedeutung haben daher gerade hier gut ausgebildete Aufsichten beim Schützen. Die Kameraden, die in der Funktion eingesetzt waren, haben auch bei diesem Schießen wieder ausgezeichnete Leistung gezeigt. Hilfsbereit und mit ruhiger Hand kompensierten Sie vereinzelt auftretende Unsicherheiten.  Das hohe Maß an Motivation und Disziplin der südhessischen Reservisten tat sein Übriges, um einen sicheren Schießbetrieb zu gewährleisten, sodass alle Teilnehmer die Anforderung der Sonderübung, die meisten bereits im ersten Durchlauf, erfüllen konnten.

Beim Abschlussantreten gab der FWRes FFM Nord Ausblick auf die weitere Planung des Jahres. Auf dem erfolgreich durchgeführten Schießen aufbauend, wird es die südhessischen Reservisten im Herbst nach Hammelburg führen, um mit den dortigen Möglichkeiten weiter am MG3 auf Erdziel-, bzw. Drehringlafette ausgebildet zu werden.

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